Biologische Heilmittel Heel GmbH & SIBE-Master. Starkes Team seit 2006.

23. Januar 2012

Nicht selten übernimmt der Arbeitgeber Kosten für ein MBA- oder Executive MBA-Studium. Im Gegenzug bindet sich der Arbeitnehmer für eine gewisse Zeit ans Unternehmen.

Erstellt von: Sandra Flint

BINDUNG ODER RÜCKZAHLUNG

[…] Eine Rückzahlung kann es beim Hersteller Biologische Heilmittel HEEL in Baden-Baden nicht geben, denn das Unternehmen finanziert seinen Mitarbeitern MBAs ohne Rückzahlungsverpflichtungen. Neun MBA-Studenten hat das Unternehmen derzeit – und sucht weitere.

Nicole Koc Tze Mew aus Toronto ist seit Mai 2011 bei Heel. Sie hat in Ontario Gesundheitswissenschaft studiert und kam dann nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Bei Heel ist sie im Bereich Medical Education als Management-Assistant und hat mit Arbeitsbeginn ein zweijähriges, berufsbegelitendes MBA in General Management an der [SIBE der] Steinbeis-Hochschule Berlin begonnen. Die Option auf das Studium war ein wichtiger Grund für sie, eine Stelle bei Heel anzunehmen und nicht anderswo. „Eine Rückzahlungsklausel gibt es in meinem Vertrag nicht“, freut sich die 24-Jährige. Gäbe es eine, so würden dieselben rechtlichen Rahmungen gelten wie beim Executive MBA.

MORALISCHE VERPFLICHTUNG

„Wir hatten zwar schon Pech, und Mitarbeiter haben uns kurz nach Ihrem MBA-Abschluss verlassen“, sagt Francois Dugimont, Direktor Human Resources. Doch das sein nur in wenigen Fällen vorgekommen. »Die Mehrzahl ist geblieben.« Zwischen 30.000 und 40.000 Euro investiert Heel in das Studium von Koc Tze Mew und den anderen MBAs. „Wir übernehmen die Kosten, betreuen die Studenten während ihrer Ausbildung so gut wie möglich, und bei der Verteidigung der Master-Thesis sind wir vor Ort, um ihren Rücken zu stärken. „Eine moralische Verpflichtung hat für Dugimont eine deutlich wichtigere Funktion als eine finanzielle. Doch auch das Geld spielt bei seinen Überlegungen eine Rolle: „Gute Studenten amortisieren bereits während ihres Studium 80 bis 90 Prozent ihrer Studiengebühren, weil sie das Erlernte postwendend in die Praxis umsetzen.“ Für ihn ist das Gegenleistung genug.

Der vollständige Artikel (Veröffentlichung 21.01.2012) ist auf der Homepage der Stuttgarter Zeitung zu finden.